ARCUS bewegt: Kreuzbandriss

Shownotes

In dieser Episode „ARCUS bewegt - Der Podcast für Gelenkersatz und Sporttraumatologie“ widme ich mich einem der häufigsten Themen in der Sportmedizin – dem Kreuzbandriss. Gemeinsam mit Dr. Christian Sobau, erörtern wir die Entstehung, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten dieser Verletzung. Dr. Sobau bringt wertvolle Einblicke aus seiner langjährigen Erfahrung in den ARCUS Kliniken mit, wo jährlich zwischen 1500 und 2000 vordere Kreuzbandrekonstruktionen durchgeführt werden.

Wir beginnen mit der Erklärung, wie ein Kreuzbandriss in der Regel entsteht. Anhand von anschaulichen Beispielen aus dem Handball und Skifahren erläutert Dr. Sobau die typischen Bewegungsmechanismen, die zu dieser Verletzung führen können. Zudem besprechen wir die Symptome und die klinischen Tests, die notwendig sind, um eine genaue Diagnose zu stellen. Besonders wichtig ist die subjektive Instabilität, die häufig für die Betroffenen entscheidende Hinweise liefert.

Ein weiterer zentraler Punkt der Episode ist die Alters- und Geschlechterverteilung bei Kreuzbandverletzungen. Dr. Sobau beschreibt, dass junge Sportler zwischen 15 und 35 Jahren am häufigsten betroffen sind, und wir sprechen über die Unterschiede zwischen Männern und Frauen in diesem Kontext. Interessanterweise zeigen die Untersuchungen, dass Frauen mittlerweile gleich häufig operiert werden, es jedoch eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt, nach einer ersten Verletzung erneut betroffen zu sein.

Die Behandlungsmöglichkeiten werden in detaillierter Weise erörtert, wobei wir zwischen konservativen und operativen Ansätzen unterscheiden. Dr. Sobau gibt wertvolle Hinweise darauf, wie wichtig es ist, den Behandlungsweg individuell an die Bedürfnisse des Patienten anzupassen. Dabei wird auch das Konzept der "Prerehabilitation" erwähnt, das eine wichtige Rolle vor einer möglichen Operation spielt. Hierbei wird der Patient in den ersten Wochen nach der Verletzung engmaschig betreut, bevor eine endgültige Entscheidung hinsichtlich einer Operation getroffen wird.

In der letzten Phase des Gesprächs konzentrieren wir uns auf die verschiedenen OP-Techniken zur Rekonstruktion des Kreuzbandes und diskutieren aktuelle Trends in der medizinischen Technologie, wie die innovativen Ansätze von Atrex. Dr. Sobau teilt seine Einschätzungen zu den Therapiemethoden, unterstreicht die Bedeutung der physiotherapeutischen Nachsorge und erklärt, wie wichtig es ist, in der Rehabilitationsphase Geduld zu bewahren. Der Übergang von einer frühzeitigen Belastung zur Steigerung der sportlichen Leistung ist entscheidend und bedarf minutiöser Abstimmung und der Überwachung von Funktionstests.

Abschließend widmen wir uns der Prävention von Kreuzbandrissen. Dr. Sobau stellt ein Trainingskonzept vor, das ursprünglich in der norwegischen Handballnationalmannschaft entwickelt wurde und nachweislich zur Reduktion von Verletzungen beigetragen hat. Auch für den Breitensport gibt es Empfehlungen, die leicht in den Alltag integriert werden können. Wir schließen die Episode mit dem Appell, auf die eigene Gesundheit zu achten, sowie dem Hinweis auf die Bedeutung von ausgewogener Ernährung und Regeneration für Sportler aller Altersgruppen.

Alle Informationen rund um die ARCUS Kliniken, den Podcast und die Events finden Sie hier:
linktr.ee/arcuskliniken

Transkript anzeigen

00:00:01: ARCUS bewegt.

00:00:03: Der Podcast direkt aus den ARCUS-Kliniken in Pforzheim.

00:00:07: Unsere Spezialisten beantworten ihre Fragen rund um den Gelenkersatz und die Sporttraumatologie.

00:00:14: Von der Diagnose bis zur Reha.

00:00:17: Wir begleiten sie jeden Dienstag mit neuen Themen auf ihrer Bewegungsreise.

00:00:22: Lernen sie unsere Spezialisten kennen und stellen sie uns ihre Fragen durch unsere Moderatorin Lisa Bornbaum.

00:00:30: Bei weiteren Fragen schreiben Sie uns gerne auf Instagram oder besuchen Sie unsere Webseite www.sportklinik.de.

00:00:39: Alle weiteren Informationen finden Sie in der Podcast-Beschreibung.

00:00:43: Und jetzt viel Spaß mit der neuen Folge

00:00:46: ARCUS bewegt.

00:00:51: Ja, und damit herzlich willkommen zur nächsten Folge des Podcasts ARCUS bewegt.

00:00:56: Nachdem wir die Knie- und Hüftartrose behandelt haben in den letzten beiden Folgen, geht es heute um eine Sportverletzung, die wahrscheinlich häufigste würde ich mal behaupten in den Alkoskliniken, den Kreuzbandriss.

00:01:06: Dafür habe ich einen Experten eingeladen, Dr.

00:01:09: mit Christian Sobau, nicht nur leitender Arzt, sondern auch Leitung unseres MVZ.

00:01:14: Vielleicht können Sie sich kurz vorstellen und die Hörer kurz abholen, was so Ihr täglich Brot in den Alkoskliniken ist.

00:01:20: Ja, vielen Dank, Frau Bornbaum, für die Einladung.

00:01:22: Ich freue mich sehr.

00:01:23: Mein Name ist Christian Sobau.

00:01:26: Aktuell bin ich eben nicht nur in der Sprechstunde tätig und im OP wie alle Leitenden, Ärzte oder Chefärzte, sondern auch Leiter des MVZ, der Akkuskliniken dieses Umfass neben der Orthopädie auch die Radiologie, Nuklearmedizin, die Anästhesie und die Allgemeinmedizin.

00:01:46: Sehr gut, ich hatte es jetzt schon eingangs gesagt, wir wollen uns heute ein bisschen mehr auf die Sportmedizin fokussieren.

00:01:51: War denn die Aussage richtig, dass so der Kreuzband ist, so das verbreiteste Krankheitsbild in der Sportmedizin bei uns ist?

00:01:59: Wir sind irgendwo zwischen ein tausend fünfhundert und zwei tausend vorderen Kreuzband-Rekonstruktionen.

00:02:05: Das heißt, die Aussage von Bonbon war völlig richtig.

00:02:08: Hier bei uns in der Akkus-Klinik ist die vorderen Kreuzbandverletzung die häufigste Sportverletzung, die wir betreuen.

00:02:17: Okay, dann steigen wir da mal direkt ein.

00:02:19: Wie entsteht denn so ein Kreuzbandriss und welche Mechanismen stecken denn da eigentlich so dahinter?

00:02:25: Um es anschaulich zu erklären, kann man sich einen Handballspieler vorstellen, die bei einer Bewegung, wo sie versuchen, im Angriff ein Tor zu schießen, nach links und nach rechts kurze Ausfallschritte machen, um... den Gegenspieler zu täuschen und dann ihm vorbeizukommen.

00:02:48: Dabei macht das Kniegelenk eine X-Bein-Bewegung und in leichter Beugung und leichter Innendrehung stößt man sich aber in die entgegengesetzte Richtung ab, weil es soll ja eine Täuschung sein.

00:03:03: Ich täusche nach links an und gehe rechts vorbei.

00:03:07: Dabei stoße ich mich aber mit einem Kniegelenk ab, das wie schon gesagt in leichter Beugung und leichter Vertrehbewegung steht.

00:03:15: Und wenn diese Kraft, die dann wirkt, zu stark ist, kann das vordere Kreuzband, das genau in diese Richtung zieht, von oben, hinten außen, nach vorne, innen unten, kann dann zu sehr gedehnt oder zu sehr verdreht werden und dann reißt so ein vorderes Kreuzband.

00:03:36: Manchmal kann es auch der Sturm verboten sein, dass sich der Fuß stehen bleibt, ganz typisch ist auch beim Skifahren, Wenn man so eine kleine Bodenwelle verpasst und auch da so eine kleine X-Bein-Ausweich-Bewegung macht, das sind die typischen Vertreemechanismen, die zu so einer Kreuzbandverletzung führen.

00:03:56: Und wie erkenne ich das?

00:03:58: Also es gibt ja nicht nur den Durchriss, es gibt ja auch den Andriss.

00:04:01: Welches Symptome habe ich da?

00:04:03: Also in Sachen Instabilität oder Schmerz oder Bluderguster gibt es ja die wildesten Bildergeschichten, die man so aus einem Freundesbekanntenkreis kennt.

00:04:11: Was ist da so das Symptom, wo ich sage, oh.

00:04:14: Das soll ich mal nachschauen lassen.

00:04:16: Das ist eine sehr gute Frage.

00:04:19: Am Anfang tut es natürlich weh.

00:04:21: Und ganz typisch ist, wenn man die Patienten in der Anamnese befragt, konnten sie denn weiter Sport machen.

00:04:28: Und konnten sie den Backdäner selbstständig runterfahren.

00:04:31: Und wenn man dann sagt, ja, aber mit Einschränkung oder nein, es hat sich total instabil angeführt, dann ist es schon sehr wegweist.

00:04:39: In der klinischen Untersuchung dann... Vor Ort fragt man nochmal nach der subjektiven Instabilität.

00:04:46: Dies ist fast das Wichtigste.

00:04:48: Und dann gibt es dazu aber auch Tests, die man ausführen kann.

00:04:54: Man versucht die Funktion des Vorder- und Kreuzbandes, was ich vorhin schon gesagt habe, dass man bei Innenrotation und einer Vorwärtsbewegung, dass man dafür spezielle Tests durchführt.

00:05:07: Und dort sollte es stabil sein und nicht zu sehr nachgeben.

00:05:11: Es wird dann In den Untersuchungskursen immer die vordere Schublade propagiert, wobei der sogenannte Lachmantest, der vor allen Dingen die Beweglichkeit nach vorne stoppt oder der sogenannte Pivot-Shift-Test, bei dem man das Knie verdreht und diese X-Beinbewegung dynamisch durchführt, diese zwei Tests sind in der klinischen Untersuchung wegweißen.

00:05:34: Wenn die zu in der Medizinsprache positiv sind, das heißt, das Ausmaß ist über eins, zwei Millimeter, was normal wäre, der Gegenseite.

00:05:45: Also man muss immer beide Seiten untersuchen, weil es gibt Menschen, die haben Lachsebänder, es gibt Menschen, die haben Deifebänder.

00:05:50: Wenn man da einen Seitenunterschied hat von mehr als zwei Millimetern, dann ist es meistens ein großer Hinweis darauf, dass es kaputt ist.

00:05:59: Natürlich zählen auch Symptome wie Schwellung, wie Überwärmung, wie Bluterguss dazu, aber entscheidend, sind daneben der Bildgebendendiagnostik tatsächlich diese klinischen Tests und in der Anamnese Hinweise auf Instabilitätsgefühlen.

00:06:18: Manche Patienten sagen auch, ich habe es reißen gehört.

00:06:21: Auch sowas ist ganz typisch für eine vordere Kreuzbandverletzung.

00:06:26: Gibt es denn Geschlechter oder Altersgruppen, die irgendwie extrem belastet sind oder die da häufiger dann in der Sprechstunde auftauchen als andere?

00:06:35: Ja, das würde ich schon sagen.

00:06:38: Es ist schon so, dass der junge, sportler, männlich und weiblich häufiger betroffen sind, weil wir ja zwischen dem Fünfzehnten und dem Dreißigsten oder Fünfundreißigsten Lebensjahr doch die meiste sportliche Belastung haben, mit mehrfach Training pro Woche, mit Vernachlässigung von Regenerationsphasen, mit Erfolg.

00:07:03: Das ist ja die Zeit, in der wir unsere sportliche Karriere, egal auf welchem Niveau, vielleicht intensiver verfolgen, sodass das schon eine gefährdete Patientengruppe ist.

00:07:12: Es gibt viele Untersuchungen zu geschlechtsspezifischen Unterschieden.

00:07:16: Und Frauen sind aufgrund ihrer Anatomie, dass häufiger X-Beine vorkommen, hatte man früher gedacht, viel gefährdeter.

00:07:28: In der Realität bildet sich das so ab, dass Männer und Frauen gleich häufig operiert werden und auch ungefähr den gleichen Alltags.

00:07:37: Altersgipfel haben, jedenfalls in unserem Patienten-Clientel.

00:07:42: Es gibt aber Untersuchung, dass, wenn man sich einmal das Kreuzband gerissen hat und egal, ob dann operativ oder nicht operativ versorgt, dass man eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, es sich auf der gleichen Seite noch mal zu reisen und eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, dass die Gegenseite eine Knieverletzung bekommt.

00:08:00: Dann gibt es einen weiteren Altersgipfel.

00:08:03: Das ist dann so der von uns benannte Weekend Warrior.

00:08:07: Das sind die Menschen, die mit vierzig plus fünfzig plus nur am Wochenende Zeit haben, Sport zu haben, unter der Woche beruflich oder privat sehr stark eingebunden sind und die keine Zeit haben, regelmäßig in den Fitnessstudien zu gehen oder bevor sie am Winter die Skisaison krachen lassen, so wie wir es früher gelernt haben, nochmal eine Skigemnastik monateland zu machen, sondern ja, ich kann ja Skifahren, kein Problem.

00:08:34: Also das ist der zweite Altersgipfel, oberhalb des siebzigsten Lebensjahres in Kreuzbandrisse sehr selten, oberhalb des sechzigsten Lebensjahres schon seltener und unterhalb des zehnten Lebensjahres ist es auch was ganz seltenes.

00:08:53: Okay, dann haben wir da schon mal einen guten Einblick bekommen.

00:08:56: Wenn das Kreuzband jetzt gerissen ist, welche Behandlungsmöglichkeiten haben wir denn also von konservativ bis operativ natürlich?

00:09:04: Ganz wichtig gilt es hier zu unterscheiden, dass wir diese Möglichkeiten haben, konservativ und operativ.

00:09:11: Es gibt Patienten, die unterschiedlich groß, unterschiedlich alt, unterschiedlich schwer, unterschiedliche Lebenssituationen, unterschiedlich beruflichen und sportlichen Anspruch.

00:09:23: Bedeutet.

00:09:24: wir müssen individuell auf den Patienten eingehen und in der Anamnese ganz klar herausstellen, welche dieser Lebenssituationen zutrifft und wurde anspruch des Patienten liegt.

00:09:39: Klassische Geschichte.

00:09:40: Ich habe eine sehr, sehr gute Freundin.

00:09:42: Die wurde von ihrem Mann mal gezwungen, mit auf ein Skiberg zu gehen.

00:09:47: Der war es leid immer allein mit seinen Kindern und sie hatte eher so ein bisschen Wellness gemacht und war dann aber die ganze Zeit dabei.

00:09:54: Und da hat der Mann gesagt, ne, du lernst jetzt Skifahren mit Mittevierzig.

00:09:58: Und dann war die auf dem Alpenberg und beim dritten ... Abfahrt hat sie sich auf dem Übungshang das Kreuzband gerissen.

00:10:06: Und ich war in der Nähe, hab sie untersucht, es war ein Deutigen, hat sie mir zugeflüstert, sagst nicht, meine Mann, aber ich möchte gar nicht operiert werden, weil es stimmt doch, dann muss ich nie wieder Skifahren, wenn ich so, wenn wir dich nicht operieren, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du nie wieder Skifährst, sehr hoch.

00:10:25: Super, weil in meinem Privatleben, Christian, ich geh nur spazieren?

00:10:29: Ich fahre seltenfahrt, ich habe den Sitzendenberuf.

00:10:33: Ich will gar keinen Sportbarl.

00:10:35: Da habe ich gesagt, dann machen wir es erstmal konservativ und sagen einmal nix.

00:10:40: Das ist jetzt zehn Jahre her und ihr geht es weiterhin gut.

00:10:45: Sie macht regelmäßig ihre Übungen, sodass ein ganz wichtiger Bestandteil, wie schon gesagt, erstmal Anamnese machen.

00:10:54: Was möchte denn der Patient?

00:10:56: Das zweite ist dann ganz wichtig.

00:10:59: Welchen Beruf hat der Patient?

00:11:00: Es gibt Berufe, da muss man ein stabiles Kreuzband haben.

00:11:05: Menschen in Gefahrensituationen, Feuerwehrleute, Polizeikräfte, Sportlehrer.

00:11:12: Das sind so die ersten drei, die mir einfallen.

00:11:14: Da gibt es rechtliche Bestimmung, dass ohne ein stabiles Kreuzband gar keine Berufsausübung möglich ist.

00:11:21: Und dann gibt es eben Menschen, die von Anfang an mit der ED kommen, ich will operiert werden.

00:11:26: Und es gibt Leute, die sagen, auf gar keinen Fall, ich lass mich erst mal konservativ behandeln.

00:11:31: Und hier muss ein Plan festgelegt werden, das ist ganz wichtig, dass es nicht heißt, ja, dann operieren wir erst mal nicht, gehen sie weg.

00:11:39: Das ist in der heutigen Zeit viel zu wenig.

00:11:42: Und auch wenn man sagt, ja, wir operieren, hier ist ein Termin.

00:11:46: Auch das wäre zu wenig.

00:11:48: Es gibt nach einem Verletzung gibt es... Eine vom Körper selbst induzierte Heilungsphase, die dauert in der Regel vier bis sechs Wochen.

00:11:57: In dieser Zeit kann man den Patienten betreuen in Abhängigkeit von Schwellung, von Schmerzen mit Bewegungseinschränkungen, über Entlastung an Unterarmgehstützen, starke Prellung, über Orthesen zur externen Stabilisierung, über Physiotherapie, Lymphtrainage, vielleicht schon leichtes Training.

00:12:19: Überschonung, aber auch über Belastung.

00:12:22: Diese Phasen nennt man heutzutage Präh-Rehabilitation, also Pre-Rehabilitation.

00:12:29: Und ob ich dann operiere nach diesem Zeitpunkt oder nicht, das spielt erst mal keine Rolle.

00:12:35: Ich muss es einleiten.

00:12:37: Und dann kann der Patient selbst entscheiden.

00:12:40: nach vier bis sechs Wochen, ja, ich hab zwar ein OP-Termin, aber ich hab überhaupt nichts mehr.

00:12:44: Ich kann sogar joggen, ich hab keinerlei Instabilität.

00:12:48: und immer wieder zurückführen in Stabilität unter Belastung.

00:12:53: Das ist entscheidend für den Patientenindividuell richtige Therapiewahl.

00:12:59: Und es gibt sehr gute Untersuchungen.

00:13:02: Vor ein paar Jahren im Lancet erschien, der Lancet ist die Bibel der der wissenschaftlichen Journals, das am höchsten neben Nature am anerkannte naturwissenschaftliche Publikationsorgan.

00:13:16: Da wurde über Jahre geschaut Patienten, die man operiert hat und die man nicht operiert hat.

00:13:22: Und die wurden aber alle gezwungen, die gleiche Art von Therapie, die gleiche Art von Sport.

00:13:28: Und die wurden insofern ausgewählt, dass die alle ähnlich groß, alle gleiches Geschlecht, gleiches Alter.

00:13:35: Sehr aufwendige Studie und man hat nach drei Jahren festgestellt, dass die operative Gruppe sehr gut abgeschnitten hat.

00:13:44: Die nicht operative Gruppe Weil sie so viel Sport machen mussten oder es deren Anspruch war, nicht so gut abgeschnitten hat und von der nicht operativen Gruppe ist ein großer Anteil in die operative Gruppe gewechselt.

00:13:59: Das heißt, um das zusammenzufassen, nicht ganz wissenschaftlich, kann man einfach sagen, wenn jemand den konservativen Weg gehen möchte, dann begleite ich diesen Patienten.

00:14:11: Mit dem Hinweis sollte es nicht funktionieren.

00:14:14: und ich Schmerzen, Schwellung, Instabilität verspüre bei der Aktivität, die ich gern ausüben möchte, sei es beruflich oder privat.

00:14:23: Dann bitte wieder früher vorstellen, sofort vorstellen und dann müssen wir gemeinsam den operativen Weg gehen.

00:14:30: Und bei den Menschen, wo es offensichtlich ist, die grob instabil sind, da muss man natürlich dann schon individuell darauf eingehen und sagen, also bei ihnen wäre es absolut sinnvoll, zu operieren.

00:14:41: Bei dem Ganzen gesagten haben wir jetzt bisher über eine isolierte vordere Kreuzbandhruktur gesprochen.

00:14:47: Wenn aber Begleitverletzungen dazukommen, wie eine Meniscus-Lesion, wie eine Knorpel-Lesion, dann stellt sich häufig die Frage nach der konservativen Therapie nicht.

00:14:59: Begleitverletzungen haben zusammen mit der Instabilität durch den Kreuzbandriss eine sehr schlechte Prognose und müssen behandelt werden.

00:15:09: Kommen über Meniscus und Knorpel-Schädigungen auch noch Seitenbandverletzungen dazu.

00:15:14: oder eine zusätzliche Verletzung des hinteren Kreuzwandes.

00:15:18: Sprechen wir über Multiligamentverletzungen und da funktioniert eine konservative Therapie super, super selten.

00:15:28: Das ist der eine von tausend oder von zehntausend und deshalb wird dort auch fast immer zum operativen Weg geraten, teilweise sogar mehrstufig.

00:15:38: Zuerst muss man die Perlferie stabilisieren und dann erst das Kreuzband in einem zweiten Eingriff.

00:15:44: Also hier sind wir wirklich gezungen, individuell auf den Patienten einzugehen und mit ihm den von ihm gewünschten Behandlungsweg zu gehen unter dem Hinweis und der ärztlichen Pflicht, dass wir in die eine oder andere Richtung zu raten oder abraten können.

00:16:03: Okay, heißt, wir haben auch hier wieder, wie bei allem, was den Menschen betrifft, eigentlich jedes Mal ein individuelles Krankheitsbild, ein individuellen Weg, der da gewählt wird, der von uns betreut wird.

00:16:13: Aber wenn es denn jetzt zur OP kommt, also welche OP-Techniken gibt es und wie läuft so eine Rekonstruktion dann vielleicht auch ab?

00:16:21: Und dichwort Atrex, was spielt das für eine Rolle in Ihrem Alltag?

00:16:26: Das ewige Thema der vorderen Kreuzband Ruptur ist, wie versorge ich richtig?

00:16:31: Da ich jetzt doch schon deutlich fortgeschrittenen Alters bin und in meinem dritten Jahrzehnt als Arzt tätig, habe ich viele, viele Entwicklungen mitgemacht.

00:16:43: Anfang der Neunziger hat man sich darauf konzentriert, welches Transplantat ist das Richtige.

00:16:49: Und da wurde die Patella-Szene mit dem Knochenblock aus der Kniescheibe und aus dem Unterschenkel als das Standard-Transplantat angesehen, das irgendwann in den Achtzigerjahren, soweit ich weiß, in Deutschland sogar erfunden wurde.

00:17:07: In den Jahren davor In der Sechziger-Siebziger-Jahren hat man eine sogenannte Traktopexie gemacht.

00:17:12: Da hat man ein Stück von einem äußeren Teil außen an einer anderen Stelle fixiert, um diese Drehung nach innen zu verhindern, weil es die Möglichkeit der Atroskopie gar nicht gab und man nicht in das Gelenk so reinschauen konnte.

00:17:27: In den Neunziger-Jahren hat man gemerkt, die Patella-Szene, diese Knie-Streck-Szene und vor allen Dingen die Knochenblücke hinterlassen ganz schön viel.

00:17:37: Nebenwirkungen, wenn man da zwei Löcher im Knochen hat und ist auf Sehnen eingegangen, die an der Oberschenkel-Rückseite liegen.

00:17:46: So seit dem, den zwanzig Zehnern geht man jetzt darauf ein, dass man eher ein Stück oben aus der Oberschenkel-Streck-Sehne nimmt.

00:17:56: Diese drei Transplantate haben sich bewährt, funktionieren alle gut, werden auch da unterschiedlich eingesetzt, je nachdem welcher Patient vor mir ist oder je nachdem, welche OP-Methode man präferiert.

00:18:10: Alle Langzeitstudien zeigen, die Transplantate sind vergleichbar.

00:18:14: Dann wurde viel darüber gesprochen, wie man den Bohrkanal anlegt und wo man den im Knie anlegt.

00:18:20: Und hier ist man weggekommen von einer Isometrie hin zu einer anatomischen Lage.

00:18:25: Das heißt, ich schaue individuell bei dem Patienten, wo liegt denn anatomisch im Kniegelenk das Kreuzband?

00:18:33: und ich versuche es, an dieser Stelle zu rekonstruieren.

00:18:38: Und dann kommt jetzt auch die Firma Atrex ins Spiel, einer unserer Kooperationspartner in dem Bereich Medical Tech für gelenkerhaltende Operationen, ein sehr großer und sehr langjähriger Partner.

00:18:54: Es ging dann um die Transplantat-Fixation.

00:18:56: Wie mache ich denn so einen Kreuzband im Knochen fest?

00:19:00: Und da sind die Firmen sehr innovativ gewesen, aber die Wissenschaft hat auch viel dazu beigetragen, fixiere ich das Kreuzband im Knochen, fixiere ich das Kreuzband außerhalb vom Knochen, arbeite ich ohne jegliche Fixationsmaterialien und nehme Knochenblöcke wie so ein Flaschenseckkorken, um das zu fixieren.

00:19:26: Auch da gibt es viel Wissenschaft dazu und die Methoden funktionieren, die haben sich immer weiter verbessert.

00:19:34: Artrex ist da sehr, sehr innovativ, die haben eine eigene, riesengroße Forschungsabteilung, stellen sich selbst und ihre Innovationen und Produkte auf den Prüfstand, veröffentlichen das auch, wirklich in hochrei- publizierten, gerankten, wissenschaftlichen Journals.

00:19:53: Und diese drei Bausteine, Transplantatwahl, Bohrkanallage und Fixationsmaterialien sind auch heute noch Bestandteil von vielen, vielen Kreuzband.

00:20:06: Kongressen am Ende vom Tag bleibt.

00:20:09: Sei neugierig und offen für alles.

00:20:12: Schuster bleibt bei deinen Leisten.

00:20:14: Der letzte Trend seit den Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr.

00:20:32: Peripherie mit dem sogenannten AML-Innenseitig und dem ALL-Aussenseitig, das sind zusätzliche kleine Bandchirurgien, die den Stress auf das vordere Kreuzband und das, was es tun soll, nämlich diese zu starke Vorwärts- und Innenrotationsbewegung vermeiden.

00:20:54: Diese zusätzlichen Bandchirurgien helfen dabei und das ist so der aktuelle Trend, wann, welcher Patient wiederum individuell mit oder ohne dieser Zusatzbandchirurgie versorgt wird.

00:21:08: Die Rekonstruktion selbst als Operation, abhängig von dem gerade gesagten, dauert irgendwo zwischen thirty- und sechzig Minuten, je nach Patient und im Anschluss daran erfolgt eine Rehabilitationsphase, die schon einiges an Zeitbedarf.

00:21:31: Erst mal zwei, drei Wochen Entlastung in der Regel, viel Hochlagern schonen und kühlen, dann im Anschluss daran auch nochmal eine sehr lange Phase über mehrere Monate, regelmäßige Physiotherapie, Steigerung der Beweglichkeit, leichtes Krafttraining bis zum Übergang von moderater Belastung.

00:21:57: Genau, das haben sie jetzt schon ein bisschen vorweggenommen.

00:21:59: Die nächste Freiwerke gewesen, wie lange denn so eine Reha dauert.

00:22:02: Aber im Zuge der Reha gibt es ja auch ganz viele Risiken, die bestehen.

00:22:06: Also gerade, wenn man irgendwie zu früh zurückkehrt, irgendwie gerade jetzt im Profisport oder im regelmäßigen Sportgut, da ist die Betreuung ja auch immer mal noch eine

00:22:13: andere.

00:22:14: Aber trotzdem ist ja dieses zu früh beim Kreuzband ein großes Thema.

00:22:18: Wie sieht es denn da aus?

00:22:21: Das ist auch etwas, was ich meinen Patienten hin und Patienten immer wieder sage.

00:22:27: Es gibt zwei Phasen in der Rehabilitation, die schlecht sind.

00:22:31: Das ist zu früh zu viel Belastung oder zu früh zu wenig Training.

00:22:39: Bedeutet, ich habe es eben schon angesprochen, wir unterstützen unsere Patienten in der Zuhause postoperativen Phase mit Physiotherapie, mit Lymphtrainage in Form von Verordnungen, aber auch mit einer Motorschiene.

00:22:56: die die Beweglichkeit in den vorgegebenen Zahlen vorantreibt und mit einem Muskelstimulations- oder Tänzgerät, damit die Durchblutung des Muskels hochgehalten wird.

00:23:06: Das ist so die Phase der ersten drei bis vier Wochen.

00:23:10: Anschließend ist es ganz wichtig, dass der Patient zusammen mit den Betreuerern, ob das jetzt ein Trainer, ein Physiotherapeut, ein Osteopath, der niedergelassene konservative Orthopäde der Hausarzt Dieses Team sollte den Patienten führen und beraten, wobei der Hauptansprechpartner meistens in den ersten zwei, drei Monaten der Physio ist, weil in der Zeit zwei bis drei Mal die Woche Kontakt stattfindet.

00:23:40: Zusätzlich kann man in dieser Zeit auch digitale Gesundheitsverordnungen treffen, sogenannte Digas.

00:23:49: Das sind Apps, die durch das Bundesamt für Arzneimittelsicherheit geprüft sind im Rahmen einer prospektiv randomisierten Studie und deren Wirksamkeit statistisch belegbar ist.

00:24:04: Diese Apps sind, wie wir es alle heute gewohnt sind, unser täglicher Begleiter auf dem Smartphone, wo man reinschaut und neben wissenschaftlichen Datenbanken auch zugreifen kann auf eigene Trainingspläne, dass man mit Videoanleitung trainiert.

00:24:20: Ich sage dann zu meinen Patienten immer, Jetzt ist die dritte Woche nach Kreuzbandoperation.

00:24:25: Es ist Sonntag Nachmittag.

00:24:26: Ja, was darf ich denn jetzt überhaupt?

00:24:28: Ich habe gerade keine Physiodies, heißt am Mittwoch.

00:24:31: Wo bin ich denn jetzt in meinem Stand?

00:24:33: Jetzt vergleiche ich mich mal und gehe mal in meine App rein und dann sehe ich ein Trainingsplan.

00:24:38: Ich sehe Trainingsinhalte.

00:24:39: Es übt jemand mit mir.

00:24:40: Ich habe am Ende eine Lerner Volkskontrolle, weil ich mich mit dem Kollektiv vergleichen kann.

00:24:45: Also sowas ist zusätzlich notwendig.

00:24:48: Und dann ist das Schwierige.

00:24:50: dass wir früher immer feste, starre Zeitpunkte hatten.

00:24:54: Sie dürfen nach sechs Wochen das, nach zwölf Wochen das, nach achtzehn Wochen das.

00:24:59: Das machen wir nicht mehr so.

00:25:02: Heute geht es nicht mehr nach sogenannten Timelines, sondern heute geht es nach dem, was ich erreichen kann, in der Testung.

00:25:13: Das heißt, heute geht es um sogenannte Meilensteine oder in der jüngeren Sprache geht es um ein Level-Up-System, wenn man an Gamification nennt.

00:25:25: Bedeutet, erst wenn ich Level eins geschafft habe, darf ich in Level zwei weitermachen.

00:25:30: Und es gibt nicht die Möglichkeit, wie in so Online-Spielen, dass ich mir durch irgendwelche Token oder Geld zusätzliche Hilfsmittel kaufe.

00:25:38: Und das ist eine ganz sensible Phase, dass der Patient hat immer einen Eigenanspruch.

00:25:43: Ich muss in drei Monaten die Weltmeisterschaft gewinnen.

00:25:46: Ja, schön und gut, aber ihr Knie ist erst auf dem Niveau, dass sie in drei Monaten noch nicht mal gegen ihr Kind Wettlauf gewinnen.

00:25:55: Also wir müssen sie Patienten führen und ganz klar zeigen, mit Hilfe von Testung.

00:26:00: Und das fällt heutzutage nicht mehr in die Aufgabe von Ärzten, sondern eher in die Aufgabe von Trainern und Therapeuten, dass gewisse Funktionstests durchgeführt werden, an denen ich sagen kann.

00:26:13: Hoppala!

00:26:14: Mensch, Sie sind ja viel weiter, als ich gedacht habe.

00:26:16: Wir können ins nächste Level einsteigen, oder?

00:26:19: Ah, schauen Sie mal.

00:26:21: Da muss man ein bisschen vorsichtig sein.

00:26:22: Auch da gibt es sehr schöne Untersuchungen, die gezeigt haben, um auf Ihre Frage zurückzukommen.

00:26:29: Wenn ich zu früh in das nächste Level einsteige, ist die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Verletzung viel zu hoch.

00:26:36: Das ist so diese, ich will zu früh zu viel.

00:26:39: Aber das Zweite, was mir noch ganz wichtig ist, Wir befinden uns im Monat, sieben, acht, neun, nach Kreuzbandriss.

00:26:47: Und ich bin eigentlich schon wieder vollfit und darf schon wieder, will wieder und kann wieder.

00:26:52: Es ist aber dann trotzdem ganz wichtig, dass man seine langweiligen, stabilisierenden Übungen macht, dass man sein langweiliges Krafttraining macht, ob das jetzt mit oder ohne Gewicht ist, mit oder ohne Maschine und Seitzug.

00:27:08: Dass man wirklich weiß, ich benötige zur Regeneration irgendwo zwischen zwölf und achtzehn Monaten, bis ich wieder auf einem Leistungsniveau von Koordination und Muskulatur bin, die der Gegenseite zu ca.

00:27:26: eighty bis ninety Prozent entspricht.

00:27:30: Und deshalb gibt es nicht nur dieses erste zu früh zu viel, sondern auch das zweite zu früh zu wenig.

00:27:37: Und das sind für mich, das sage ich meinen Patientinnen und Patienten, immer Das sind ganz wichtige Dinge, arbeiten sie da dran und leider, das haben die wenigsten Menschen, breiten sie geduldig.

00:27:49: Dann verhindern sie auch mit dem Training, dass es wieder kaputt geht und dann hält es auch.

00:27:56: Heißt, neben ihrer Behandlung kann der Patient zur Mitarbeit im Prinzip Geduld, Disziplin, Routine mitbringen und dann kann man das bestmögliche Ergebnis erzielen.

00:28:06: Sehr gut.

00:28:07: Zum Schluss

00:28:08: wollen

00:28:08: wir immer noch einen Experten-Tipp vom Experten.

00:28:11: Und meine Frage wäre jetzt, wie lässt sich denn Kreuzbandriss vorbeugen?

00:28:15: Oder gibt es irgendwelche Übungen, auch hier Routinen, die man in den Alltag einbauen kann, die einfach das Risiko mindern?

00:28:22: Mein Vorhindern kann man es nicht, aber ich glaube, von mindern können wir sprechen.

00:28:27: Ja, das ist ein wunderbares Stichwort.

00:28:29: Auch hierzu gibt es von mir eine Geschichte dazu.

00:28:32: Es war Ende der Neunziger, Anfang der Zweitausender, dass ein sehr bekannter norwegischer Kollege die norwegische Handballfrauennationalmannschaft betreut hat.

00:28:45: Und ihm ist aufgefallen, dass immer zum gleichen Zeitpunkt im Training Kreuzbandverletzungen aufgetreten sind.

00:28:53: Und gerade bei seinen Damen, wie ich ganz am Anfang ausgeführt habe, mit diesen Stämmen und Täuschungsschritten nach rechts und links, die Kreuzbandrisse aufgetreten sind, dann hat er Videoanalysen gemacht und hat sich gedacht, je mehr wird diese Sportart spezifischen Bewegungen üben, desto mehr trainiere ich auch die Muskulatur, die dann reflexartig das zu viel und zum Trauma führende Kraftmoment weg trainieren.

00:29:25: Da hat er ein Konzept entwickelt und hat es tatsächlich geschafft, das unter seiner Führung und seinem Trainingsprogramm, das dann alle Damen vorher und nachher nach einer Trainingseinheit in der Nationalmannschaft machen mussten, dass dieses Trainingsprogramm die Inzidenz, also das Auftreten von Kreuzbandrissen um achtzig Prozent gesenkt haben.

00:29:50: Das hat er dann dementsprechend publiziert und hat es auch in die Welt getragen.

00:29:54: und dann hat sich die FIFA gedacht.

00:29:58: Naja, das ist ja ein super Konzept und bevor wir das Rad neu erfinden, kopieren wir das, kaufen das ab und Nennen das aber FIFA-Elf-Plus wegen FIFA-Spieler-Elf-Mannschaft hier Fußball.

00:30:12: Und das Konzept war dann so erfolgreich, dass es eingesetzt wird, mehr im Spitzensport als im Breitensport, weil dort einfach Zeit und Geld fehlt, dass dieses präventive Training, Stangen laufen, Einweinstandwaage, mit Seilzug die Bewegung machen, mit Widerstand.

00:30:36: dass diese Dinge heute standardisiert dazugehören und der Otto-Normal-Verbraucher kann zum Beispiel aus die Seite der Deutschen Kniegesellschaft gehen und sich dort das entsprechende Trainingsprogramm runterladen und für sich selbst diese Übungen durchführen.

00:30:56: Und das kann man schon im Kindesalter beginnen, wenn man sieht, okay, meine Kinder, mein Kind machen jetzt Sportlich ambitioniert mehr Sport, mehrfach die Woche, dadurch dass es Verletzungsrisiko höher, dann kann man dieses Trainingsprogramm durchführen.

00:31:13: Das sind relativ einfache Übungen, die man auch heutzutage tunt online ein Videoavatar vor und man kann das nachbeüben und nachtrainieren.

00:31:28: Das sind glaube ich ganz gute Dinge neben den Dingen, dass eine Regenerationsphase noch viel wichtiger ist als früher.

00:31:37: Es gibt viele Untersuchungen, die zeigen, wir haben gedacht, wir scheren alle Menschen über einen Karm und man macht nur alle achtundvierzig Stunden Sport, das langt als Regenerationsphase.

00:31:47: Das stimmt so natürlich nicht.

00:31:48: Das hat was mit Lebensalter, mit Lebensphase zu tun.

00:31:51: Das hat was mit dem Habitus, das Menschen zu tun.

00:31:55: Und heute ist man eher, dass es Menschen gibt, die nach vierundzwanzig Stunden schon wieder trainieren können und andere brauchen zwei in siebzig Stunden.

00:32:03: Und heutzutage ist man auch viel mehr auf gesunde Ernährung bedacht, dank an alle Mütter da draußen, die da besser sind als alle Väter.

00:32:13: Und man kann mit Supplementen sogar sportartspezifisch arbeiten.

00:32:20: Ein Ausdauersportler braucht andere Supplementierung, die er entweder über Obst und Gemüse vermehrt oder eben in Form von Produkten, die man kaufen kann, einnimmt, als jetzt zum Beispiel ein Kraftsportler oder ein Stop-and-gold-Sportler.

00:32:37: Auch da gibt es mittlerweile Unterschiede, sodass die Mischung aus präventivem Training, so er hat mal gesagt, ja, ich mache Fitness, und Ernährung und Lebenseinstellung mit ausreichend Regeneration und Schlaf, dass diese Dinge heute schon dazu beitragen, dass man auch tatsächlich Schwere Verletzung wie ein vorderer Kreuzpontriss in der Häufigkeit reduzieren kann.

00:33:05: Das war die neue Folge des Podcasts, Akkus bewegt.

00:33:10: Wenn Sie weitere Fragen oder Anregungen haben oder bestimmte Themen hören möchten, schreiben Sie uns doch gerne.

00:33:17: Und natürlich freuen wir uns, wenn Sie beim nächsten Mal wieder mit dabei sind.

00:33:22: Bis dahin, bleiben Sie gesund und vor allem in Bewegung.

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